Martina Guhl, Orte und R
Orte und Räume nähren uns wie eine fliessende Quelle, wenn sie uns das geben, was wir brauchen, um unser Leben auszubreiten.
Orte und Räume nähren uns wie eine fliessende Quelle, wenn sie uns das geben, was wir brauchen, um unser Leben auszubreiten.
Beton vermag Menschen in Rage zu versetzen wie kein anderes Baumaterial.
Ein Gebäude per se ist ein Parasit. Es beansprucht Platz, saugt sich an Strom, Wasser Gas, an allen Systemen der Stadt fest. Diesen Parasiten muss man in einen Symbionten verwandeln, nur dann können wir über gute Architektur und eine funktionierende Gemeinschaft reden.
Es sind hier viele unter uns, die meinen, das Leben sei nur ein Witz. Aber du und ich sind da schon durch, und unser Schicksal ist das nicht. Also lass uns jetzt nicht lügen, die Zeit wird knapp.
Die Welt poetisch bewohnen und die Welt menschlich bewohnen, das ist im Grund das gleiche.
Mein Sehen wurde reiner / und drang tief und tiefer ein durch den Strahl / des Hohen Lichtes, das aus sich selbst ist wahr. / Von nun an war mein Sehen grösser / als unser Sprechen, das vor solcher Schau versagt, / und es versagt auch das Gedächtnis vor solcher Überfülle.
Die Menschen, die verrückt genug sind zu denken, sie könnten die Welt verändern, sind diejenigen, die es dann tun.
Die beklagte Nervosität oder Lethargie unserer Schulkinder herrscht überall, wo sie kühler Abstraktion statt warmer Lebensprozesse begegnen.